Admiralspalast

Berlin

Der Admiralspalast, kulturell und politisch einer der bedeutendsten und gewichtigsten Orte Berlins, wurde sensibel und respektvoll zu einer hochmodernen Spielstätte und kulturellem "Leuchtturm“ umgebaut. Es galt, soviel wie möglich zu erhalten und dem Alten dennoch selbstbewusst mit Neuem und Zeitgenössischem zu begegnen. Das Konzept sah keine Mono-Nutzung, sondern vielfältigste Bespielmöglichkeiten an unterschiedlichen Orten vor.

"Hauptrolle" spielt der multifunktionale „Große Saal“ mit 1.700 Plätzen über 3 Rängen. Wieder eingebaut wurde das ehemalige Admiralsbad im 4. OG und das Grand-Café an der Friedrichstraße mit Außenbestuhlung im Hof. Als neue Nutzungen im Ensemble kommen hinzu die "Studiobühne“ im 4.OG, der „Club“ im UG unter dem Hof und dem Vorderhaus, sowie ein kleiner Veranstaltungsbereich im 3.OG, das "Foyer 101“.

Wie jede Epoche im Haus ihre Spuren hinterließ, so auch dieser Umbau, dessen Grundhaltung ein hoher Respekt gegenüber dem geschichtsträchtigen Altbau war. Es wurde bewusst keine Hochglanzsanierung durchgeführt, sondern ein vorsichtiger und sensibler Umbau, der auch Patina und alte Gebrauchsspuren erhalten hat. Die neuen Eingriffe gingen zunächst auf funktionale Notwendigkeiten zurück. Hier galt es, das Neue klar auszusprechen und unvermischt neben das Alte zu stellen.

Ort Berlin
Aufgabe Umbau und Modernisierung Admiralspalast
Bauherr Admiralspalast GmbH & Co. KG
Entwurf Gewers Kühn und Kühn
Leistung Objektplanung LP 1-5, (8)
Umfang 11.000 qm
Fertigstellung 2007
Award Lobende Erwähnung BDA-Preis Berlin 2009
Team Projektleiter Georg Gewers