Humboldt-Box

Berlin

Zum Areal des Schlossplatzes in Berlin-Mitte wird ein Informationsgebäude für die Baustelle des Humboldt-Forums geplant. Der temporäre Pavillon ‚Humboldt-Sphäre‘ soll die Idee der außereuropäischen Sammlung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz vermitteln sowie Vorgeschmack auf ihre zukünftige Präsentation bereiten. Das Gebäude unterliegt geometrischen Grundlagen, die in der Bewegung transformiert werden. Leichte Bewegungen schneiden den Baukörper an Ober- und Unterkante an und erzeugen eine lebendige Architektur, die sich in abstrakte, vertikale Linien auflöst und in einem feinen Lamellenspiel aufgeht, dem jedwede Massivität fehlt. Ein großer, sphärisch fließender Innenraum wird dann zum Höhepunkt der Inszenierung und der Ausstellung. Über diesen in drei Ebenen ausgeschnittenen spektakulären Raum, betritt man das Gebäude und um ihn herum ist es entworfen.

Die Ausstellung befindet sich im äußeren Rundgang wie auch im sphärischen Innenraum, in dem Objekte abgehängt oder Medien projiziert werden können. Der Raum selbst ist Sphäre, geometrisch wie auch bildlich. Inhaltlich steht er für Ordnung und Komplexität einer Wissensgesellschaft, die von Alexander von Humboldt mitbegründet und nachhaltig beeinflusst wurde bis zum heutigen Tag.

Ort Berlin
Aufgabe Neubau eines temporären Gebäudes als Informationspunkt für das Humboldt-Forum
Bauherr Stadt Berlin
Entwurf Gewers Pudewill
Umfang 3.100 qm
Wettbewerb 2. Preis 2009
Team Projektleiterin Nina Hattingh