Labor- und Bürogebäude am Johann-Heinrich-von-Thünen-Institut

Bremerhaven

Der Entwurf setzt einen klaren und ruhenden Körper an einen heterogenen urbanen Standort als Auftakt für eine neue städtebauliche Entwicklung. Die Fassadengestaltung arbeitet das Gebäude nach außen als massives und monolithisches Bauwerk mit einer flächigen nordischen Backsteinfassade heraus. Diese wird konsequent als „schützende“ Hülle verstanden mit ihren geordneten Fenstern in einem klaren Rhythmus.

Drei Einschnitte gliedern die Kubatur und machen die interne Organisation des Gebäudes außen erlebbar. Ein zentrales Atrium ist als geschossübergreifender Erschließungsknotenpunkt ausgebildet. Der konvexe Innenraum leitet den Blick zu den großflächigen Verglasungen, die Sichtbeziehungen zum Außenraum inszenieren und den Standort des Gebäudes allgegenwärtig erfahrbar machen. Das Atrium weitet sich nach oben hin und sorgt somit für besseren Lichteinfall und ein offeneres Raumempfinden. Die Dachkonstruktion ist als bedrucktes Luftkissendach geplant, um Wärmegewinne und Kosten zu minimieren. Die leichte Konstruktion unterstützt durch die hohen möglichen Spannweiten und die großformatige Einteilung den offenen und sich nach oben weitenden Charakter des Atriums.

Ort Bremerhaven
Aufgabe Neubau Büro- und Laborgebäude
Bauherr Freie Hansestadt Bremen
Entwurf Gewers Pudewill
Wettbewerb Anerkennung 2012
Team Projektleitung Marcel Heyn